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JAHRESTHEMA 2021 ORIGINAL UND REPRODUKTION


DAHINTER | Kristian Dubbick
26. September - 31. Oktober 2021

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Künstler der Kunstsammlung KROHNE“ des Kunstvereins Duisburg zeigte Kristian Dubbick unter dem Titel DAHINTER einen umfangreichen Ausschnitt seines Schaffens der vergangenen 35 Jahre.
Kristian Dubbick studierte an der HDK Berlin und an der Düsseldorfer Kunstakademie. Er ist Mitglied der Unternehmerfamilie Rademacher-Dubbick und Gesellschafter des Duisburger Messtechnik-Konzerns KROHNE und betreut neben seinem Schaffen als Künstler seit vielen Jahren als Kurator die Kunstsammlung KROHNE.

Das weltweit tätige Unternehmen feierte in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Die langjährige und vielschichtige Beziehung von KROHNE zur Kunst war eines der Hauptthemen im Jubiläumsjahr und bildete den Rahmen für die Präsentation von Kristian Dubbicks künstlerischem Schaffen. „Kristian Dubbicks Werk ist eine Erzählung von der Situation des Menschen vor und in der Unendlichkeit des Raumes“ fasst Dr. Uwe Rüth das Werk zusammen.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog.

Mit freundlicher Unterstützung der KROHNE Messtechnik GmbH




4.ONE – VERWURZELUNGEN
Claudia Ebbing, Maren Goldenbaum-Henkel, Dorothee Impelmann, Lydia Weber
Ausstellungsdauer: 9. - 28. August 2021
Künstlergespräch zur Finissage am Samstag, 28. August 2021, 17h.


  • Claudia Ebbing; unschuldig, 140 x 150 cm, Tusche/Öl a. LW., 2020,
  • Maren Goldenbaum-Henkel: Im Brook, 160 x 115 cm, Öl a. LW., 2021,
  • Dorothee Impelmann: Heimatgeschichten, Mischtechnik m. Bildtransfer, 45 x 60 cm, 2014,
  • Lydia Weber: Am Rande, 60 x 80 cm, Mischtechnik, 2020,
4 Künstlerinnen, im kreativen Austausch verbunden seit dem gemeinsamen Studium 2003-2008, spüren der Frage nach Verwurzelungen in ihrer Heimat nach. Geprägt von Familie, Brauchtum, Werten, Verortung, Sprache, Gesichtern, Gerüchen, Tönen und vielem mehr, entstammen zwar alle 4 Künstlerinnen unserem westlichen Kulturkreis, sind aber durch die unterschiedlichen Regionen des Aufwachsens - wie z.B. der Region Hamburg mit seinem Welthafen, des Ruhrgebietes mit seiner Schwerindustrie oder der ländlichen Gegenden in Westfalen und der Eifel geprägt.
- Was macht Heimat mit mir – was mache ich mit Heimat?
- Welche unterschiedlichen Gedanken und Erinnerungen werden dominant und wollen bearbeitet und dargestellt werden?
- Welche Verwurzelungen halten nur fest – welche sollten besser entrissen werden?
- Wie weit reichen die Ausläufer unserer Verwurzelungen – treffen sie sich - nähren sie unser Gegenüber oder entziehen sie auch Lebenskraft?
- Welche gemeinsamen Verwurzelungen verbinden die 4 Künstlerinnen?
- Wie wirkt sich diese gemeinsame Prägung auf das künstlerische Schaffen aus, wenn an unterschiedlichen Orten daran gearbeitet wird?
Jede der 4 Künstlerinnen versucht auf unterschiedliche Art und Weise diesen Aspekten nachzuspüren. Dazu werden Malerei, Zeichnung, Installation, Objekte, Fotografie, Lyrik und digitale Medien genutzt.


Dorothee Impelmann, Duisburg . www.dorothee-impelmann.com/
Claudia Ebbing, Velen-Ramsdorf . www.claudia-ebbing.de
Maren Goldenbaum-Henkel, Hamburg . www.goldenbaum-henkel.de
Lydia Weber, Zendscheid . www.kunsthaus-zendscheid.de
Dorothee Impelmann, Claudia Ebbing und Maren Goldenbaum-Henkel sind langjährige Mitglieder des Kunstverein Duisburg, Lydia Weber ist Gastausstellerin.

Die Ausstellung wurde vom Kulturbeirat der Stadt Duisburg gefördert.






LIQUID LANDSCAPE | Melanie Wiora
02. Juli - 01. August 2021

Ausstellungsrundgang mit Melanie Wiora am 18. Juli, Künstlergespräch am 01. August unter der Leitung von Jobst Paul. Eine Aufzeichnung dieser Veranstaltung finden Sie hier in Kürze.

Melanie Wioras Landschaften zeigen die immerwährende Kraft der Veränderung, die allen Landschaften innewohnt und damit das Wesen des Dargestellten – die Natur der Natur.

  • Turmoil, 2018, Videostill, Full HD Video, 6.10 min
  • Natura XXIV, 2011, Fotografie, Diasec, 90 x 136 cm
  • Natura XXXIV, 2015, Fotografie, Diasec, 90 x 136 cm
  • Natura XXX, 2012, Fotografie, Diasec, 90 x 136 cm
  • Arise 1, 2021, Fotografie, Lambda Print, 83 x 119 cm
  • Rise and Fall, 2015, Videostill, Full HD Video, 10.20 min

Melanie Wiora zeigt in ihrem Video „Rise and Fall" in extremer Verlangsamung bildgewaltig und detailreich den Ausbruch des isländischen Geysirs Strokkur. Es entsteht ein visuell hypnotischer Sog, der die Urkräfte des Wassers und dessen fortwährende Wandlungsfähigkeit ins Bewusstsein ruft. Der Betrachter taucht ein in eine raue und zugleich faszinierende Natur. 

„Nimmt man sich Zeit und verlässt dazu die vertrauten Wege des Erkennens, öffnen sich ganz eigenwillige Bilder, die von der Natur und ihrer im Prinzip kaum zu erfassenden Dimension berichten. Sie lassen etwas zutage treten, das sonst nicht sichtbar ist, da es die unüberschaubare Veränderbarkeit von Natur benennt." Christian Krausch

  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
  • Eindrücke der Eröffnung am 02. Juli 2021. Fotografie: Melanie Wiora.
Die Einführungsrede von Jobst Paul zur Ausstellung >>>

Kuratur: Herbert Gorba, Jobst Paul

https://melaniewiora.de/d/news.htm






STATUS QUO | Jannine Koch

28. Mai - 26. Juni 2021
Kuratorin: Simone Scholten // Kunsthistorikerin, Essen

Das Gespräch mit Jannine Koch finden Sie unter folgendem Link: https://www.jannine-koch.de/aktuelles




  • The Mechanical Bug, Farbradierung, 80 x 60 cm, 2020.
  • Gebärde, Ätzradierung, 40 x 30 cm, 2021.
  • Ilexkäfer, Ätzradierung, 40 x 30 cm, 2021.
  • Camouflage, Ätzradierung, 50 x 35 cm, 2021.
  • Januskäfer, Öl und Eitempera auf Leinwand, 100 x 80 cm, 2020.
  • Bombardierkäfer, Öl, Eitempera und Sprühfarbe auf Leinwand, 50 x 40 cm, 2020.
  • Zentrale, Mischtechnik auf Leinwand, 150 x 200 cm, 2019.
  • Ausweitung, Öl, Eitempera und Sprühfarbe auf Leinwand, 160 x 250 cm, 2019.
  • I can't breathe, Öl und Sprühfarbe auf Leinwand, 70 x 100 cm, 2017.

Landkarten, Stadtpläne, Radarbilder und Satellitenfotos üben eine große Faszination auf Jannine Koch aus. Die Draufsicht, der von oben auf die Dinge gerichtete Blick, der Naheliegendes erst sichtbar macht und neue Perspektiven auf Vertrautes ermöglicht, bietet der Künstlerin vielfältige Anknüpfungspunkte für ihre Arbeiten. Versatzstücke aus kartographischen Darstellungen oder Bilder aus dem Bereich der Überwachungstechnologie finden immer wieder Eingang in die Malerei und die Grafik der Absolventin der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst.

Im Werk von Jannine Koch stehen Malerei und Druckgrafik gleichberechtigt nebeneinander. Auch wenn es zu thematischen oder formalen Überschneidungen kommt, verfolgt die Künstlerin beide Stränge weitgehend unabhängig voneinander.
In den Gemälden stehen vielfach (tages-)politische und gesellschaftsrelevante Themen wie digitale Kriegsführung, Cyber-Spionage oder die Veränderung von Lebensräumen im Vordergrund. In den Bildgrund eingefügte Schriftzüge, Zahlencodes oder Schaltpläne verweisen auf die beständig fortschreitende Technisierung und Digitalisierung unserer Lebenswelt.

Die grafischen Arbeiten hingegen tragen ihren Inhalt wesentlich subtiler vor. Mit präzisen Linien und Formen scheint Jannine Koch ihre Umwelt regelrecht zu sezieren. Hierfür kombiniert sie kartographische Elemente mit der faszinierenden Welt der Insekten, woraus die sogenannten „Kerbtiere“ , Zwitterwesen aus Natur und Technik, entstehen. Diese werden wie in der Schauvitrine eines Insektenforschers in Rückenansicht wiedergegeben. Durch den Blick aus der Vogelperspektive deckt Jannine Koch unerwartete formale Analogien zwischen diesen sehr unterschiedlichen Themenfeldern auf.

Der stark segmentierte Körperbau der Panzertiere findet in den Raumfolgen der an einer zentralen Mittelachse gespiegelten Architekturentwürfe eine Entsprechung. Kopfkapseln, Greifwerkzeuge und Chitin-Panzer der Insekten entwickeln sich wie selbstverständlich aus den Planzeichnungen mittelalterlicher Festungsanlagen, barocker Kirchenschiffe oder klassizistischer Herrenhäuser. Während in der reduzierten Farbigkeit der Radierungen die einzelnen Elemente wie in einem biologischen Kompendium scharf umrissen und deutlich voneinander geschieden sind, verschmelzen die Bildebenen auf den Gemälden durch die Leuchtkraft der Eitempera-Malerei zu geheimnisvollen, technoid anmutenden Mischwesen.

Die in der Ausstellung STATUS QUO versammelten Arbeiten aus unterschiedlichen Werkphasen ermöglichen einen umfassenden Einblick in das Schaffen der letzten Jahre.

Text: Simone Scholten, Kunsthistorikerin, Essen

#janninekoch       www.jannine-koch.de

Die Ausstellung wird durch ein Stipendium des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW ermöglicht.







GANZFREINeun
26. April - 16. Mai 2021






Ute Augustin-Kaiser . Liselotte Böltgen . Klaus-Dieter Brüggenwerth . Karin Dauenheimer . Claudia Ebbing . Angela Eliza Engbrox
Maren Goldenbaum-Henkel . Karin Heissen . Diana Hommel . Dorothee Impelmann . Marion Jäger . Ana Jakopin . Anne Kaiser . Christiane Kaus
Gudrun Kleffe . Marayle Küpper . Peter Laube . Gisa Möller . Brigitte B. Nielsen . Jobst Paul . Kerstin Phoa . Margret Roters
Angelika Ruckdeschel . Angela Schäfer . Cornelia Schweinoch-Kröning . Hosthardi Semrau . Gabriele Weide . Peter Withof



Junges Rheinland zu Gast im Duisburger Kunstverein
Im Rahmen der Ausstellung GANZFREINeun präsentieren Else Heiermann und Horst-Günter Krusch Werke von fünf gebürtigen Duisburgern, die zwischen 1919 und 1929 der Künstlergruppe Junges Rheinland angehörten.
26. April - 16. Mai 2021



Volkram Anton Scharf, Schiff im Ruhrorter Hafen, 1906







36. LEIPZIGER GRAFIKBÖRSE
27. Februar - 18. April 2021

Seit 2018 gehören die traditionellen druckgrafischen Techniken zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO. Anlass für den Kunstverein Duisburg, dieses wichtige Medium 2021 mit einer Präsentation der LEIPZIGER GRAFIKBÖRSE in den Fokus zu rücken. Da sich der Kunstverein 2021 dem Jahresthema „Original und Reproduktion“ widmet, könnte keine Ausstellung einen passenderen Auftakt bilden.

Kuratur: Jannine Koch

Die Leipziger Grafikbörse, seit 1991 als eingetragener Verein fortgeführt, setzt die Tradition einer Leipziger Künstlergruppe aus dem Jahre 1972 fort, deren Gründungsanliegen die Eigenständigkeit der grafischen Künste gegenüber Malerei und Plastik in der öffentlichen Wahrnehmung bildete. Der Verein versteht sich als Zusammenschluss von bildenden Künstlern wie von Freunden, Förderern und Sammlern druckgrafischer Kunstwerke, denen die Förderung und Publizierung der zeitgenössischen Druckgrafik Anliegen ist.

Hortus secretus lautet das Thema für die 36. LEIPZIGER GRAFIKBÖRSE 2020/21 – ein „geheimnisvoller Garten“ mit der Bedeutung von „einsam“, „intim“, „entlegen“, „verschlossen“, auch „privat“. Das kann ein konkreter Ort sein oder ein Ort, dessen Lage nicht feststellbar ist, oder aber die Vorstellung von Dingen, die sich dem allgemeinen Verständnis entziehen und schwer zu fassen sind. Vielleicht ist es auch ein gedankliches Spiel, den Einzelnen betreffend wie gesellschaftliche Gruppen. Solcherart vieldeutig soll das Thema sein – nach Aufhebung von Grenzen strebend, nach Auswegen suchend, Lösungen anbietend, auch bildliche …

Seit der Ernennung der druckgrafischen Techniken zum Immateriellen Kulturerbe der UNESCO finden jährlich am 15. März deutschlandweit besondere Ausstellungen, Workshops oder andere Vermittlungsangebote zum Thema Druckkunst statt.
Da wir aktuell im Rahmen der 36. LEIPZIGER GRAFIKBÖRSE mehr als 102 Originalgrafiken ausstellen, haben wir den Tag der Druckkunst zum Anlass dafür genommen, eine der ausstellenden Künstler*innen, Karin Brosa, einzuladen und sie selbst über die Entstehung ihrer Radierung virtual greenhouse sprechen zu lassen.




Grafiken der Woche

Gudrun Petersdorff: Hinter alten Mauern, Frankreich 2020, Holzschnitt in Farben, 58 x 66cm >>>
Katja Lang: Erzgebirge, 2019, Kaltnadelradierung, 66 x 50 cm >>>
Kristin Finsterbusch: Kompromiss I, 2019, Fotopolymerdruck, 15 x 20 cm >>>
Petra Schuppenhauer: Aus der Antarktis-Suite Dämmerung, 2020, Farbholzschnitt, 100 x 149 cm >>>
Harald Alff: Indoor Growing, 2020, Farblinolschnitt, 39 x 57 cm >>>
Soenke Thaden: Gewächs 10, 2018, Radierung in zwei Farben, 77 x 55 cm >>>
Jannine Koch: The Mechanical Bug, 2018, Farbradierung von 2 Platten, 81 x 60 cm, 2020 >>>


Die Ausstellung wurde von Siftung der Sparkasse Duisburg gefördert.